Verfasst von: Marc Marius Müller | Januar 15, 2008

Es ist ein … Aufsatz – Die erste Semesterarbeit

Heute nachmittag um kurz nach 18 Uhr Ortszeit Ourense war es soweit: Ich habe meine erste Semesterarbeit abgegeben und verbringe seither die Zeit – wenn ich nicht gerade mit Blogeinträge schreiben beschäftigt bin – mit beten, dass sie mir hilft mich vom Examen zu befreien. :)

Es war ein langer, zäher und vor allem harter Kampf den ich mit dieser Aufgabe ausgetragen habe. Es fing ganz gut an. Ich hatte im Fach “Geschichte des spanischen Kinos” drei Filme zur Auswahl bekommen und mich für “Atraco a las tres” entschieden. Es ist eine Komödie von José Maria Forqué aus dem Jahr 1962. Soweit so gut. Aber er ist halt auf Spanisch, und in Filmen wird in der Regel nicht drauf Rücksicht genommen, dass ein Ausländer diesen Film gucken und, viel wichtiger noch, verstehen will, und Untertitel gabs zu der Zeit wohl auch eher selten.

Nach allem Aufschieben – kann ich sehr gut – und dann auf den letzten Drücker arbeiten – bin ich Experte drin – war ich dann gestern nachmittag soweit, dass mein Text größtenteils fertig war. Ich hatte von Raquél, meiner Sprachtandemkollegin, angeboten bekommen, dass sie ihn Korrektur lesen würde. Da ich nebenbei auch gerne erklärt haben wollte warum etwas falsch ist und wie es korrekt heißen und muss und auch da warum, dauerte es etwas länger. Um 20 Uhr ging es los um 23 Uhr – nachdem wir aus der Bibliothek geschmissen wurden, die um 21 Uhr schließt – endete das Ganze zu unserer beider Erleichterung. Ich beglückwünschte Raquél für ihre Engelsgeduld und ihre Ausdauer mir etwas zu erklären, sie beglückwünschte mich zu meinem spielerischen Umgang mit Sprache und letztendlich waren wir beide wohl einfach froh, diese dröge Analyse hinter und lassen zu können.

Heute mittag fertigte ich eine hübsche InDesign Vorlage an, um das Werk ansprechend zu präsentieren. Da ich mir bei meiner ersten längeren Textarbeit auf spanisch wirklich nicht sicher war ob sie gut ist dachte ich, notfalls muss eine schöne Verpackung über den Inhalt hinwegtäuschen. Resultat: Farbiges Cover, hübscher Blocksatz, moderne Typografie und dezente Dekoelemente um Kopf- und Fußzeile vom Fließtext zu trennen. Schlicht aber doch etwas anderes als der Standardschrieb den ich so aus den Beispielarbeiten herauserkannt habe. Schlussendlich habe ich es dann noch binden lassen und war Stolz wie Oskar als ich es komplett fertig in der Hand hielt. Und weil ich dieses – eigentlich total übertriebende – Stolzgefühl festhalten wollte, hier der Beweis:

Beweisfoto

Einen Kommentar hinterlassen

Ihre Antwort:

Kategorien