Verfasst von: Marc Marius Müller | Januar 24, 2008

Prolog, Portwein, Partystimmung – Ende eines Lerntages

Am Sonntag war für mich wieder einmal Tag der Wahrheit, auch bekannt als Endspurt in einem Projekt. Ich hatte es ja bereits angedeutet, ich sollte ein Programm in Prolog entwickeln, dass krypto-arithmetische Rätsel löst. Heißt: Ich gebe drei Wörter ein – in unserem Beispiel “CODIGO”, “FACIL” und “PROLOG” – und das Programm soll errechnen welcher Buchstabe durch welche Zahl ersetzt werden muss, damit gilt “CODIGO + FACIL = PROLOG”.

Ich hatte alles versucht:

  • aufmerksam dem Unterricht folgen und selber programmieren – GESCHEITERT
  • in Foren eine Hilfeanfrage starten, damit mir das jemand erklärt – GESCHEITERT
  • im Internet nach Tutorien suchen für bestimmte Teilprobleme – GESCHEITERT
  • im Internet direkt nach einer fertigen Lösung suchen…

Mit anderen Worten: Ja, ich habe ein wenig in die Trickkiste greifen müssen. Auf einer Seite wurde ich dann fündig und war erleichtert wenigstens etwas zu haben. Vitor – Erasmusstudent aus Portugal – und ich schlossen uns spontan zusammen, Not verbindet. Ich verbrachte also den Sonntagnachmittag bei ihm in der Wohnung. Wir übersetzten den deutschen Quellcode ins spanische – na gut, natürlich habe ich das gemacht, er hat mir die Variablen diktiert – und fügten eine Dokumentation hinzu. Dann kam Daniel – ebenfalls Erasmusstudent aus Portugal und Vitors Mitbewohner – hinzu und wir einigten uns darauf, zu erbitten, die Aufgabe zu dritt abgeben zu dürfen – bis dahin erlaubt war ein Maximum von zwei Personen.

Daniel war mit seinen Eltern gekommen und sosaßen wir in bunter Runde noch eine Weile zusammen in der Küche. Kris(iane) – Erasmusstudentin aus Brasilien und die dritte Bewohnerin der WG – war mittlerweile auch da, Daniel mit seinen Eltern, Vitor und ich. Daniels Mutter tischte frischen Apfelkuchen auf und servierte dazu aus einer Flasche selbstgebrannten Portwein. Daniels Vater begeisterte, dass ich schonmal in Portugal war, war entsetzt, dass ich nicht mehr wusste wie der Ort hieß, und strengte sich an mir den Portwein schmackhaft zu machen.

Zum Glück blieb es bei einem Glas – welches aber auch nicht ohne Wirkung blieb – und Vitor und ich waren uns einig, dass wir es uns wenigstens ein klein bißchen verdient hatten :)


Einen Kommentar hinterlassen

Ihre Antwort:

Kategorien